Willkommen inLe PortLa Réunion

Le Port, La Réunion, 21. Januar 2020 
  

Üppige Vegetation, Kaffeanbau und keine gefährlichen Tiere

Mit AIDAaura legen wir morgens in Le Port an, der Hafenstadt unweit der Hauptstadt Saint-Denis. Mit Mathieu, unserem Tourguide, fahren wir an den Küstenort St. Leu. In diesem geschichtsträchtigen Ort erzählt uns Mathieu einiges über La Réunion und zeigt uns die spannenden Sehenswürdigkeiten. 

Ursprünglich wurde diese Insel von Franzosen als Station zwischen Frankreich auf dem Weg nach Indien benutzt, bevor durch Zufall entdeckt wurde, dass es sich hier sehr gut lebt. Eine üppige Vegetation, gute Bedingungen zum Kaffeeanbau, keine gefährlichen Tiere, gute Voraussetzungen für den Überseehandel – La Réunion ist ein im Grunde ein richtiges Paradies. 

Mathieu zeigt uns das wunderschöne und von Palmen gesäumte Rathaus, das aus Korallen und Vulkanstein gebaut wurde, die Notre Dame de la Salette – eine Kirche, die nach einem französischen Dorf benannt ist, die ehemalige Bahnstrecke für den Gütertransport von Le Port nach St. Leu, das alte Postamt und auch das erste steinerne Wohnhaus, das den Umschwung zum Baustil markiert, nachdem einst ein schwerer Zyklon die meisten der hölzernen Häuser zerstört hatte.

Miami vs. französisches Fischerdorf

St. Leu im Besonderen und La Réunion im Allgemeinen erinnern ein bisschen an eine Mischung aus Miami und französischem Fischerdorf in den Bergen. Städtisches Flair, bunte Bürogebäude und Palmen treffen auf kleine Hinterhöfe und süße Marktplätze. Bei „Chez Stephanie“, einem kreolischen Restaurant, können wir durch die geöffneten Fensterläden in die Hinterküche blicken. Hier hängen bunte Webkörbe an den Decken und in Werkstattatmosphäre liegen hier die Zutaten für die kreolische Küche, die den Gästen serviert wird, bereit.

Filigrane, metallene und in weiß angestrichene Ornamente säumen das Dach. In einer Art verschnörkelter Dreiecksform ragen diese Ornamente nach unten – und „Chez Stephanie“ ist nicht das einzige Haus, bei dem das der Fall ist. Mathieu erklärt uns, dass dies auf La Réunion nicht nur Dekoration ist. Im Sommer regnet es hier besonders viel, gleichzeitig herrschen hohe Temperaturen. Einwohner müssen ihre Fenster öffnen – aber damit es nicht so stark hereinregnet, schützen diese Ornamente auf hübsch ansehnliche Weise.

Schildkröten-Observatorium

Nach unserem Stadtrundgang geht es für uns in ein Schildkröten-Observatorium. Schildkröten sind enorm wichtig für La Réunion, für die Biodiversität und die Natur. Sie legen ihre Eier an den Stränden ab, gehen auf eine weite Reise durch den Ozean und kehren immer wieder hierher zurück. Früher war das Observatorium eine Zuchtstätte für Meeresschildkröten, um ihre Panzer für die Schmuckherstellung und das Fleisch zum Konsum zu verkaufen. Heute finden hier zweierlei Schildkröten ein zuhause: Jene, die durch Plastik im Meer verletzt sind, und jene, die als Baby zu schwach waren, um den ca. 80 Zentimeter langen Weg vom Schlüpfen aus dem Ei durch den Strandsand an die Oberfläche zu bewältigen. Wir sehen die Green Turtle, die Olive Ridley Turtle und die Loggerhead Turtle, um die sich hier gekümmert wird, und die alle verspielt mit den bunten Fischen im Becken schwimmen.

Symathisch, telerant & blumig

La Réunion ist nicht nur in St. Leu eine echte Augenweide, auch auf unserem Weg durch die Küstenorte St. Paul und St. Gilles sind wir begeistert. Hier treffen Einheimische auf Urlauber, Surfer, professionelle Paraglider, Familien und Feierwütige. Es gibt inmitten des sündhaft teuren St. Gilles sogar eine Ferienanlage für Familien mit wenig Geld. Sympathisch, tolerant, bunt, verspielt, verziert und blumig: So haben wir La Réunion kennengelernt und freuen uns, wenn wir diese Insel erneut besuchen.

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