Willkommen inPuerto MonttChile

Puerto Montt, Chile, 29. November 2019
  

"Diese kleine Hafenstadt hat viel zu bieten"

Nach unserer Umrundung der Südamerikaspitze und der Besichtigung des Amalia Gletschers wird es langsam wieder wärmer: Wir erreichen heute unseren zweiten Hafen in Chile, Puerto Montt. 

Petrohue-Wasserfälle

Die Umgebung der kleinen Hafenstadt hat mehr zu bieten, als auf den ersten Blick erkennbar ist. Wir machen uns auf den Weg in einen Nationalpark nahe des Osorno Vulkans, der majestätisch und an der Spitze mit Schnee bedeckt in die Wolken ragt. Das Motiv perfekt macht aber der Fluss Petrohue – mit seinen unzähligen Wasserfällen. Dass Chiles Elektrizität primär durch Wasserkraft gewonnen wird, erschließt sich jedem, der die gewaltigen Wassermassen beim Rauschen, Spritzen und Schäumen beobachtet. Die Petrohue-Wasserfälle hinterlassen aber auch mit ihren Farben einen bleibenden Eindruck: tiefes Königsblau geht über in türkise, von weißem Schaum umspielte Wellen und grünlich wirkende Ausläufe, die so klar sind, dass man darunter die Steine zählen kann. 

Wildlachszucht & Pisco Sour

Unser nächster Halt ist ein typisch chilenisches Restaurant. Was dort vor der Haustür liegt, kommt auf den Teller: Es ist nämlich direkt am rund 500 Meter tiefen See Llanquihue gelegen, dem drittgrößten See Südamerikas, in dem Wildlachszucht betrieben wird. Dafür ist Chile bekannt, und wir schmecken auch, warum. Abgerundet wird unser Besuch durch den Genuss von Pisco Sour, dem hier typischen Getränk. Man nehme: Den berühmten Traubenbrand Pisco, Zitronensaft, Puderzucker und sagt Prost! 

Das immergrüne Chile

Wir fahren weiter in die Stadt Puerto Varas und sehen mit eigenen Augen, warum Südchile als immergün gilt. Blumen und Pflanzen, soweit das Auge reicht. Gerade ist Frühling – am 21. Dezember ist hier Sommerbeginn. Das Meerwasser ist aber trotzdem kalt, weil hier der Humboldt-Strom fließt. 

Chile wird nicht nur maßgeblich vom Klima beeinflusst, sondern auch von den tektonischen Platten, auf denen das Land liegt. Erdbeben sind dort normal. Unsere Chilenerin erzählt uns, dass sie beim großen Erdbeben der Stärke 9,6 im Jahr 1960 gerade einmal 5 Jahre alt war, dieses Erlebnis aber nie vergessen wird. Drei Monate musste ihre Familie in einem Zelt schlafen, weil sämtliche Häuser nicht zuletzt durch den folgenden Tsunami zerstört wurden. 

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